Personaleinsatzplanung in der Produktion

Personaleinsatzplanung in der Produktion

Die Personaleinsatzplanung beantwortet die Frage, wie viele qualifizierte Mitarbeiter an jedem Arbeitsplatz stehen müssen — nicht die Frage, wer wann arbeitet. In Stafferi liegen Besetzungsbedarf, Qualifikationen und Schichten in einer Ansicht, damit kein Dienstplan mit einer offenen Lücke veröffentlicht wird.

Was bedeutet Personaleinsatzplanung?

Personaleinsatzplanung legt fest, wie viele Mitarbeiter mit welcher Qualifikation die Produktion je Linie, Arbeitsplatz und Schicht braucht, damit das geplante Programm sicher und in der geforderten Qualität gefahren werden kann.

Sie beginnt beim Produktionsprogramm, nicht beim Kalender. Sobald feststeht, was auf welchen Linien und mit welcher Taktzeit gefertigt wird, steht auch fest, wie viele Anlagenführer, Instandhalter und Schichtleiter je Schicht gebraucht werden — und welche Nachweise bei ihnen gültig sein müssen.

Erst danach folgt die Schichtplanung: Der Besetzungsbedarf wird mit Namen gefüllt. In vielen Werken passiert beides gleichzeitig in derselben Tabelle — und genau dort fangen die Probleme an.

Personaleinsatzplanung und Schichtplanung sind nicht dasselbe

Die beiden Begriffe werden häufig synonym benutzt, beantworten aber unterschiedliche Fragen und arbeiten mit unterschiedlichem Zeithorizont.

Personaleinsatzplanung Schichtplanung
Frage Wie viele und mit welcher Qualifikation? Wer übernimmt welche Schicht?
Ausgangsdaten Produktionsprogramm und Anforderungen der Arbeitsplätze Besetzungsbedarf, Arbeitszeitregeln und Wünsche der Mitarbeiter
Zeithorizont Wochen bis Monate Tage bis Wochen
Wenn sie misslingt Die Linie steht oder läuft unterbesetzt — Qualität und Arbeitssicherheit leiden Der Plan ist unfair verteilt, Überstunden häufen sich, Ruhezeiten werden verletzt

Gebraucht wird beides. Der Unterschied: Ein Fehler in der Personaleinsatzplanung zeigt sich in den Produktionszahlen, ein Fehler in der Schichtplanung in der Entgeltabrechnung — und nur einer von beiden fällt sofort auf.

Drei Stellen, an denen die Personaleinsatzplanung in Excel versagt

Die Qualifikation steht nicht im Dienstplan

Die Qualifikationsmatrix liegt in der einen Datei, der Schichtplan in der anderen. Der Planer weiß auswendig, wer was darf — bis er im Urlaub ist und die Vertretung es nicht weiß.

Die Lücke fällt erst zum Schichtbeginn auf

Eine Tabelle kennt den Sollwert nicht und kann deshalb nicht warnen. Die Unterbesetzung zeigt sich um sechs Uhr morgens, wenn drei Leute da sind und vier gebraucht würden.

Programmänderungen erreichen die Besetzung nicht

Ändert sich die Auftragsreihenfolge, ändert sich der Besetzungsbedarf mit. In Excel muss man daran denken, die Änderung in jedes Tabellenblatt zu übertragen — oder sie bleibt liegen.

So macht Stafferi die Personaleinsatzplanung zu einem laufenden Prozess

Besetzungsbedarf je Arbeitsplatz

Für jeden Arbeitsplatz wird hinterlegt, wie viele Personen je Schicht gebraucht werden und welche Qualifikation die Stelle verlangt. Der Bedarf darf je Schicht und Wochentag unterschiedlich sein.

Qualifikationsmatrix im selben System

Qualifikationen, Nachweise und Unterweisungen hängen an der Person, nicht an einer getrennten Liste. Läuft ein Nachweis aus, kommt die Warnung, bevor er einer Schicht im Weg steht.

Besetzungslücken schon beim Planen sichtbar

Die geplante Besetzung wird laufend gegen den Bedarf gerechnet. Offene Schichten und unterbesetzte Arbeitsplätze heben sich vor der Veröffentlichung aus dem Plan heraus.

Vertretung finden ohne Telefonkette

Bei einer Krankmeldung zeigt Stafferi sofort, wer frei ist, wer die passende Qualifikation besitzt und bei wem die Schicht keine Ruhezeit verletzt. Die Anfrage geht direkt aus dem System heraus.

Soll- gegen Ist-Besetzung

Die tatsächliche Besetzung wird Schicht für Schicht festgehalten. Der Bedarf der nächsten Periode beruht damit auf gemessenen Zahlen und nicht auf einer Schätzung.

Eine Ansicht für die ganze Kette

Schichtleiter, Produktionsleitung und Personalabteilung sehen dieselben Daten. Eine Änderung ist sofort für alle sichtbar, und es gibt keine zweite Version.

Am anspruchsvollsten ist die Personaleinsatzplanung in der durchlaufenden Produktion. Lesen Sie, wie sie im vollkontinuierlichen Dreischichtbetrieb der Prozessindustrie funktioniert, oder berechnen Sie die eingesparte Planungszeit.

Häufig gestellte Fragen

Personaleinsatzplanung legt fest, wie viele Mitarbeiter mit welcher Qualifikation die Produktion je Linie, Arbeitsplatz und Schicht braucht, damit das geplante Programm sicher und in der geforderten Qualität gefahren werden kann. Sie beantwortet die Frage wie viele und mit welcher Qualifikation — nicht die Frage, wer wann arbeitet.

Die Personaleinsatzplanung bestimmt den Bedarf: wie viele Qualifizierte an welchem Arbeitsplatz stehen müssen. Die Schichtplanung füllt diesen Bedarf mit Namen. Die Personaleinsatzplanung kommt zuerst und arbeitet mit einem längeren Horizont — Wochen bis Monate —, während der Dienstplan über Tage bis Wochen entsteht.

Stafferi führt Qualifikationen personenbezogen — Staplerschein, Kranschein, Schaltberechtigung nach DGUV Vorschrift 3, Hygieneschulung nach § 43 Infektionsschutzgesetz, Ersthelfer- und Brandschutzhelfer-Ausbildung sowie werksinterne Unterweisungen — und warnt, bevor ein Nachweis abläuft. Weil Qualifikationsmatrix und Dienstplan im selben System liegen, kann ein Planer niemanden versehentlich auf einen Arbeitsplatz setzen, für den die Qualifikation nicht mehr gültig ist.

Stafferi vergleicht die geplante Besetzung jeder Schicht laufend mit dem hinterlegten Bedarf je Arbeitsplatz und markiert die Lücke bereits während der Planung. Der Planer sieht die Unterbesetzung vor der Veröffentlichung des Dienstplans und nicht erst zum Schichtbeginn — die Vertretung lässt sich also während der normalen Arbeitszeit organisieren.

Ja. Der Besetzungsbedarf wird je Arbeitsplatz und je Schicht definiert, deshalb können in einem Werk unterschiedliche Linien unterschiedliche Schichtmodelle und unterschiedlichen Bedarf haben. Zwei- und Dreischichtbetrieb sowie vollkontinuierliche Produktion werden als eigene Schichtrhythmen abgebildet.

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